S.D. Foik, Jahrgang 1975, in Polen geboren und aufgewachsen, lebt mit seiner Ehefrau und zwei Kindern im Ruhrgebiet.

Schon während des Studiums der Ost- und Südosteuropäischen Geschichte sowie der Politikwissenschaften in Bochum haben ihn internationale Krisen und ihre Verflechtungen mit Wirtschaft, Gesellschaft und Politik interessiert. Vieles findet sich in seinem Roman “Ära des Verrats” wieder, in dem es um den Ausbruch der Majdan-Revolution im Jahre 2013 in der Ukraine geht.

S.D. Foik ist derzeit Lehrer an einer Gesamtschule in Essen. Wenn er nicht gerade Geschichte, Wirtschaft und Politik unterrichtet, spielt er in einer Rockband Schlagzeug oder twittert über sein Autorenleben.

PODCAST – endlich.

Vor einigen Jahren bin ich auf den Geschmack gekommen. Podcasts. Eine Stunde lang (manchmal auch länger) unterhalten sich zwei oder drei Menschen zu einem Thema. Das kann satirisch sein wie bei “Fest und Flauschig” mit Olli Schulz und Jan Böhmermann oder politisch-investigativ wie bei “Lage der Nation” oder informativ wie bei den” Schreibdilletanten” (Bücherpodcast).

Irgendwann wuchs auch bei mir der Wunsch so was selber aufzuziehen und ihr habt die Geburtsstunde von Buch und Bühne ja live miterlebt- bei der #buchveröffentlichung von #ÄradesVerrats mit meiner Schwester Patricia.

Schaut mal unter folgenden Links bei dem Anbieter eurer Vertauens:

Spotify

ITunes

Anchor

Vorher hatte ich die Ehre zu Gast beim “Schreibmind”-Podcast gewesen zu sein. Der Host – Elias – hat da wirklich einen tollen Podcast auf die Beine gestellt und führt grandios durch die Sendung. Er stellt tolle Fragen, gibt den Gästen genug Raum für Antworten und hat am Ende noch eine tolle Rubrik eingebaut. Technisch ist der Podcast ebenfalls top und sauber produziert.

Hört auf jeden Fall rein, wenn ihr euch fürs Leben von #Autoren interessiert. Es lohnt sich.

Der Podcast ist auf allen wichtigen Plattformen zu finden.

Unendlichen Dank, dass ich dabei sein durfte. 🎈🌹🥰

Hier sind die Links zu den beiden Folgen.

Folge 1: https://open.spotify.com/episode/73Vagab5xKm2e63zmRVFRz

Folge 2: https://open.spotify.com/episode/3cYRLQko196dQfOldvFzhv

Viel Spaß beim Zuhören.

INTERVIEW MIT RADIO HERNE

ARTIKEL IN DER WAZ

ARTIKEL IM MAGAZIN INHERNE

SIEBEN FRAGEN AN DEN AUTOR

Was hat Dich zum Schreiben bewegt?
 
Ich habe es immer schon in mir gespürt, dass ich Autor werden wollte. Mein magischer Moment war, als ich in der ersten Klasse entdeckte, dass unsere Bibliothek eine Bücherei hat und dass man all diese Bücher ausleihen konnte. Ich habe alle in der Klasse genervt, dass sie sich unbedingt einen Ausweis besorgen sollten, um dort Bücher auszuleihen. Als ich dann nach Deutschland gekommen bin (das war 1986) und meinen ersten Rechner bekam, fing ich an zu schreiben. So entstanden erste abgeschlossene Geschichten über die Suche nach verschollenen Schätzen (Templerschatz, Bernsteinzimmer).
Was mich letztendlich zum Schreiben bewegt hat, waren immer andere Autoren wie Umberto Eco, Raymond Chandler, Clive Cussler und später James Ellroy. Ich fand es immer unglaublich, wie sie Spannung erzeugten und ganz tolle Geschichten erzählten. Und jedes Mal, wenn ich mich in ihren Welten verlor, wollte ich das selber mal schaffen. Jetzt hat es mit “Ära des Verrats” geklappt.
 
 
Wie lässt Du Dich für Deine Bücher inspirieren
 
Neben den schon erwähnten Büchern, diente mir für “Ära des Verrats” tatsächlich die Realität als Inspiration. Als ich mich mit der Hintergrundgeschichte von Edward Snowden zu beschäftigen anfing, stieß ich auf so viele unfassbare kleine und spannende Geschichten, die ich dann einfach in das Buch einbaute. Noch heftiger wurde es mit der Euromajdan-Revolution in der Ukraine. Wenn man tief in die Materie dieser Zeit 2013 – 2014 eintaucht, stößt man auf Personen und Ereignisse, die bis heute die weltweite Politik prägen. Neben den Verflechtungen zwischen Politk, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in dieser Zeit, haben mich vor allem die Menschen, die hinter den Ereignissen standen inspiriert. Zum einen Snowden an sich ist ja schon eine spannende Person, aber auch das Reporterteam um Glenn Greenwald und Laura Poitras haben ja schon so coole Biografien, dass es nicht in ein Buch passt. Man kann die ganze Snowden – Story nicht erzählen ohne auf das Thema “Whitsleblower” einzugehen. Snowden ist natürlich der größte von allen gewesen. Aber vor ihm gab es einen Drake, Manning oder Kiriakou. Und wenn man mit dem Thema anfängt, kommt man natürlich um die Causa Assange nicht herum.
Das ging dann mit unfassbaren Bildern und Personen auf dem Majdan weiter. Als ich diesen Berg vor mir sah, hatte ich teilweise Angst mich damit zu beschäftigen, aber die Geschichten sind einfach zu wertvoll um sie nicht zu erzählen.
 
 

Welches Genre bevorzugst Du bei Deinen Büchern?

 

Wenn es um Lesen geht, stehe ich auf Spionage/Krimi/Action – Thriller. Sie sollten aber gut recherchiert und möglichst einen historischen Background haben. Natürlich habe ich versucht in “Ära des Verrats” diese drei Genres zu vermischen. Ich finde, dass es ganz gut geklappt hat.

 

Wenn Du Dir einen Wunschort zum Schreiben aussuchen könntest, welcher wäre es?

Mein Traum wäre eine einsame Hütte mit einem Blick auf einen ruhigen See. Ich sitze auf der Terasse, trinke einen Maker´s Mark (Bourbon) und rauche Zigarren. Als ich Dezember 2019 auf Lanzarote “Ära des Verrats” überarbeitet habe, kam ich diesem Traum schon sehr nahe. Nur der See fehlte noch. Dafür hatte ich einen grandiosen Ausblick auf das Meer. Das war schon sehr magisch. Dezember 2018 waren wir am Sorpesee im Sauerland in einer Hütte mit dem Blick auf den Sorpesee. Leider war es draußen zu kalt um zu rauchen. Aber das waren schon sehr schöne Momente, in denen die Ideen aus mir wirklich nur so sprudelten.

Was können wir in Zukunft von Dir erwarten?
 
Ich werde die Story, die ich in “Ära des Verrats” angelegt habe natürlich zu Ende erzählen. Geplant war es eine Ära abzubilden. Der Roman fängt ja 2013 an und würde somit 2023 enden. Ich hoffe, dass ich es schaffe mich so weit zu motivieren, um dieses Projekt durchzuziehen.
In meinem Kopf geistern natürlich zwei weitere Projekte. Ich habe mich als Jugendlicher schon immer für den Warschauer Aufstand und der damit verbunden Rolle der polnischen Untergrund-Armee interessiert. Ich habe bis heute meine ersten Entwürfe, die ich mit 12 schrieb für einen Roman in einer Kiste liegen. Irgendwann will ich auf jeden Fall einen Roman über diesen Aufstand schreiben.
Das zweite große Projekt hat was mit den verschwunden Schätzen der Weltgeschichte zu tun. Ich sage nur: Templerschatz, Bernsteinzimmer, Nazigold.
Welches Genre bevorzugst Du beim Lesen und liest Du selbst viel?
 
Als Jugendlicher und Student habe ich viel mehr gelesen und zwar aus den Genres Spionage/Abenteuer/Krimi. Seitdem ich als Lehrer arbeite und Kinder habe, ist das Lesen leider etwas zu kurz gekommen. Wobei ich nicht sagen würde, dass ich generell weniger lese. Es hat sich der Fokus verschoben. Bei der Recherche für “Ära des Verrats” haben ich diverse Sachbücher durchgesuchtet.
 
Wie planst Du Deine Geschichten? Alles haarklein vorgeplant oder schreibst Du einfach drauf los?
 
 
Ich bin kein Plotter. Ich habe eine grobe Richtung, in die ich die Geschichte bewegen will und dann schreibe ich einfach los. Die meisten Ideen fallen mit tatsächlich auch beim Schreiben selber ein. Ich bin der typische Pantser.
 
 
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